Tiere

Tiere

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 750 Millionen Tiere geschlachtet: über 630 Millionen Hühner, 60 Millionen Schweine, fast 40 Millionen Puten, 25 Millionen Enten und mehr als drei Millionen Rinder.

Das Wohl dieser Tiere ist zunehmend ein Anliegen der Gesellschaft. Leider werden landwirtschaftliche Nutztiere viel zu häufig unter leidvollen Bedingungen gezüchtet, gehalten, transportiert und geschlachtet. Trotz intensiver Haltungsbedingungen und maximaler Ausnutzung der Tierleistungen können Bäuerinnen und Bauern oft die laufenden Kosten ihres Betriebes nicht mehr decken. Das System „immer mehr, immer billiger“ ist gescheitert.

Die industrielle Tierhaltung in großen Anlagen erfordert außerdem oft einen hohen Medikamenteneinsatz, um die Tiere gesund zu halten. Dabei werden unter anderem antibiotische Wirkstoffe verwendet, die in der Behandlung von Menschen eine wichtige Rolle spielen. Dies begünstigt die Entstehung von gefährlichen Resistenzen.

Bündnis 90/ Die Grünen und ich setzen uns für eine Landwirtschaft ein, in der Tiere als Mitgeschöpfe geachtet und nicht zu Produktionseinheiten degradiert werden. Unser Ziel ist ein grundlegender Umbau der Tierhaltung.

Unser zentrales Leitmotiv für die Tierhaltung der Zukunft ist „Grüner statt größer“! Wir wollen allen Tieren ein würdiges Leben ermöglichen. Eine solche Haltung wollen wir gezielt fördern und die gesetzlichen Regeln verbessern. Die Tiere brauchen mehr Platz, Auslauf, Licht und Beschäftigung. Amputationen und Qualzucht wollen wir ein für allemal beenden.

 

Forderungen

  • Die Ställe müssen den Bedürfnissen der Tiere angepasst werden, damit Eingriffe wie Schwänze kupieren, Schnäbel kürzen und Zähne abschleifen überflüssig werden.
  • Zu einer artgerechte Tierhaltung gehört artgerechte Fütterung und Beschäftigung, ausreichend Platz und Zugang nach Draußen.
  • Durch artgerechten Tierhaltung und Tierzucht jenseits von kurzfristigen Höchstleistungen lässt sich der Antibiotikaeinsatz eindämmen. So genannte Reserveantibiotika dürfen im Stall nur in eng begrenzten Ausnahmefällen eingesetzt werden.
  • Transport und Schlachtung müssen tiergerecht und ohne Leid und Angst durchgeführt werden. Die maximale Transportdauer ins Ausland darf acht Stunden nicht überschreiten.

Dokumente

 

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