Bauernhöfe

Eine bäuerliche Landwirtschaft mit Zukunft

Zwischen 2010 und 2017 haben über 30.000 landwirtschaftliche Betriebe aufgegeben. Das ist ein Rückgang um mehr als zehn Prozent in nur sieben Jahren. Allein während der Milchkrise 2015/2016 haben 7295 Milchbetriebe aufgeben müssen. Dieses Höfesterben wird gerne als Strukturwandel verharmlost und als ökonomisch notwendig begründet. Profitieren tun davon aber vor allem der Agrarhandel, die Ernährungsindustrie und internationale Konzerne. Mit dem Verlust von bäuerlichen Betrieben ist auch der Verlust von Arbeitsplätzen, dörflichen Versorgungsstrukturen, regional typischer Landschaft, ländlicher Kultur und Vielfalt verbunden…

Für uns Grüne hat eine vielfältige bäuerliche Landwirtschaft zentrale Bedeutung. Sie verbindet nachhaltig ökologische, ökonomische und soziale Strukturen. Eine regional typische Landschaft wird durch eine lokal gewachsene Landwirtschaft gestaltet und ist prägend für den ländlichen Raum sowie von besonderer Bedeutung für die regionale Identität und Kultur. Vor allem kleine und mittlere Betriebe schaffen und erhalten durch ihre Vielfalt ökologisch bedeutsame Strukturen wie Hecken, Feldgehölze und Ackerstreifen. Eine bäuerliche Landwirtschaft fördert eine handwerkliche Direktverarbeitung und Direktvermarktung und ermöglicht damit eine lokale Kreislaufwirtschaft und regionale Wertschöpfung. Eine bäuerliche Landwirtschaft ermöglicht den Erhalt der Tierhaltung auf der Fläche, den Randlagen und Berggebieten – und damit eine umweltverträgliche landeskulturell wertvolle und ethisch tragbare Tierhaltung.

Wir müssen einer weiteren Konzentration von Bodenbesitz und Bewirtschaftung entgegenwirken, die Vielfalt von Betrieben erhalten und steigern sowie neuen, innovativen Betriebsmodellen und ExistenzgründerInnen eine Chance geben.

Forderungen

  • Einführung eines Bundesprogramms „Zugang zu Land“ um neue Eigentumsträger, innovative Betriebs- und Finanzierungsmodelle zu fördern und junge Menschen bei der intergenerationellen und außerfamiliären Betriebsübergabe und Neugründung zu unterstützen.

Dokumente

Aktuelle Beiträge zum Thema Bauernhöfe:

Pressemitteilung: Zum Dürregipfel

August 18 Zum heutigen Amtscheftreffen zu den geforderten Dürrehilfen in Deutschland erklärt Friedrich Ostendorff MdB, Agrarpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die […]

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Pressemitteilung: Bitter nötig: Hofabgabeklausel als verfassungswidrig erklärt

Statement von Friedrich Ostendorff MdB, Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu der Verfassungswidrigkeitserklärung der Hofabgabeklausel durch das Bundesverfassungsgericht

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AUS DER PRESSE: Spiegel-online - Dürre in Deutschland

Der Grünen-Agrarexperte Ostendorff fürchtet, dass die aktuelle Dürre zum weiteren Sterben kleiner Betriebe beitragen könnte. Da gehe es nicht um klassische Pleiten nach einem Ernteausfall, es werde aber etwa für die nächste Generation noch unattraktiver, einen Hof weiterzuführen, sagt Ostendorff. "Die Höfe sterben leise."

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AUS DER PRESSE: UH - Grüne fordern Hilfe für dürregeplagte Bauern

Ostendorff sagte, die Summe des DBV sei "aus der Luft gegriffen". Natürlich kosteten die erwarteten Ernteausfälle Geld, unklar sei aber noch, wieviel genau. Er halte es für problematisch, mit dieser Zahl an die Öffentlichkeit zu gehen. Das erschwere auch die Diskussion über die Finanzhilfen.

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INTERVIEW im ARD Morgenmagazin

"Der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Friedrich Ostendorff, ist skeptisch, ob angesichts der anhaltenden Dürre insbesondere für Bauern mit Vieh eine staatliche Hilfe die Lage verbessern könne. "

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INTERVIEW: Tagesschau24 zu den Forderungen des DBV

Beitrag der Tagesschau: Friedrich Ostendorff, Agrarpolitischer Sprecher, Bündnis 90/Die Grünen, über die Forderungen des Bauernverbands

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